Berichte

Zwei Jahre Totalinvasion in der Ukraine

Anlässlich des Beginns der Totalinvasion gegen die Ukraine, die sich am Samstag zum zweiten Mal jährte, haben die ukrainischen Schülerinnen und Schüler am Freitag zusammen mit Herrn Kleesiek und Schülerinnen und Schülern der Q4 in der Aula eine Gedenkstunde veranstaltet.

Antonina, Yeva, Maxim, Varvara und Kirill stellten Gegenstände vor, die sie mit ihrer Heimat verbinden. Dazu gehört sowohl die Nationalflagge, die die Kornfelder und den Himmel symbolisiert, als auch sehr Persönliches wie ein T-Shirt mit ukrainischer Aufschrift („Guten Abend, ich komme aus der Ukraine“) oder eine von der in der Ukraine gebliebenen Großmutter genähte Wyschywanka – ein traditionelles Kleid. Antonina stellte ihre Puppe vor, die sie selbst hergestellt hat und sie vor Bösem beschützen soll.

Ebenso trugen sie Gedichte des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenko (1814-1861) vor, die in ihrer Aktualität in Bezug auf Krieg, Verfolgung und Unterdrückung erschreckend wirkten und die Sehnsucht nach Freiheit, Würde und Unabhängigkeit der ukrainischen Bevölkerung widerspiegeln. Die Übersetzung wurde jeweils von Schülern der Q4 vorgetragen. Zwischendurch sorgten Elisabeth Schnur (Q4) und Pauline Patzelt (Q4) für die musikalische Untermalung mit Stücken von Skryabin („Старі фотографії“) und Stepan Tscharnezkyj („Ой, у лузі червона калина“). Für Familie Weisburd, die kurzfristig verhindert war, sprang spontan Herr Burgstedt ein, so dass die Gedenkstunde mit der ukrainischen Nationalhymne „Ще не вмерла Україна“ („Noch ist die Ukraine nicht gestorben“) abgeschlossen werden konnte. Herr Kleesiek verabschiedete die Gäste mit selbstgebackenem ukrainischen Sapikanka (Kuchen).

Die Tatsache, dass der Krieg nun schon so lange dauert und mittlerweile auch zur deutschen Realität gehört, sollte nicht dazu führen, dass die Gräuel, die dort geschehen, in Vergessenheit geraten bzw. auch zu einer Normalität werden. Das wurde in dieser Gedenkstunde besonders deutlich durch die persönlichen Berichte der ukrainischen Mitschülerinnen und -schüler, die vor zwei Jahren mit ihren Familien nach Deutschland geflüchtet sind und darauf warten, dass sie in ihre freie und friedliche Heimat zurückkehren können.

Ein herzlicher Dank gilt allen, die mitgewirkt haben, und Herrn Kleesiek für die Organisation.

ROC

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