Berichte

Aktive Erinnerungskultur

Am Mittwoch, dem 15.02.2023, fand im Rahmen der Kooperation von Hessischem Geschichtsverein und Friedrichsgymnasium eine Gesprächsrunde zum Thema „Aktive Erinnerungskultur“ am FG statt.

Anlass war die Studienfahrt zu den Gedenkstätten Auschwitz und Płaszów sowie weiteren, mit der Shoah verbundenen Orten, die 21 Schülerinnen und Schüler der Q4 Anfang Februar mit Frau Römer unternommen hatten.

Der Abiturient Carl Terheyden hielt zunächst einen Vortrag über die Bedeutung der Erinnerungskultur und stellte im zweiten Teil einige Stationen der Studienreise vor. Er schilderte, wie sehr das Gesehene und Erlebte sowie die Eindrücke aus einem Gespräch mit einer Zeitzeugin bei den Teilnehmenden nachwirken.

Der sich anschließende Gedankenaustausch gestaltete sich als Dialog von drei Generationen: Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte, Vertreterinnen des Volksbunds und des Sara-Nussbaum-Zentrums sowie Seniorinnen und Senioren diskutierten mit zahlreichen Beiträgen zunächst über die Aufforderung, nicht nur zu erinnern und zu gedenken, sondern Verantwortung zu übernehmen.

Die Gegenposition, das Recht auf Vergessen als aktuell vorgebrachtes Ansinnen einzelner Historiker, wurde entschieden zurückgewiesen, ebenso die Forderung, endlich einen „Schlussstrich“ unter die Erinnerungskultur zu ziehen. Eine aktive Erinnerungskultur, so das Fazit der Gesprächsrunde, müsse beinhalten, Gedenken und Aufarbeitung der deutschen Geschichte als ständige, immerwährende Aufgabe zu leben und weiterzutragen und damit auf die Gesellschaft in vielfältiger Weise einzuwirken. Bedenklich ist, dass es nur noch wenige Zeitzeugen gibt, um derart berührende Gespräche führen zu können, wie es für die Jugendlichen in Kraków möglich war. Die Zwischengeneration, die in den 1940er und 1950er Jahren Aufgewachsenen, könne durchaus diese Lücke ausfüllen. Diese Generation hat noch mit Zeitzeugen, Eltern, Verwandten und Bekannten aus der Kriegsgeneration reden können. Sie alle haben die schwierige Verarbeitung der damaligen Erwachsenen gespürt und in der Familie erlebt. Der Geschichtsverein plant, Mitglieder dazuzugewinnen, sich als solche Zeitzeugen zur Verfügung zu stellen. Zu weiteren generationenübergreifenden Gesprächsrunden zum Thema „Aktive Erinnerungskultur und Verantwortung“ wird eingeladen werden.

Jürgen Fischer, Geschichtsverein

Claudia Römer, FG

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