Berichte

Klassenausflug nach Fritzlar

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts ist die Klasse 8d mit Frau Römer und Frau Rhode am Freitag, dem 26. September, nach Fritzlar gefahren. Dafür traf sich die Klasse früh an der Haltestelle Rathaus Fünffensterstraße. Von dort nahmen wir den Bus 500 Richtung Fritzlar. Nach einer etwa einstündigen Fahrt erreichte die Klasse ihr Ziel, die Haltestelle Fritzlar Allee. Vor Ort hatten wir noch etwas Zeit, bis die Führung begann. Die meisten Schüler verbrachten diese hauptsächlich in der Bäckerei, weil es sehr kalt war. Die Führung begann an der Stadtmauer von Fritzlar. Nach einer kurzen Zeit durfte die Klasse die Folterinstrumente ausprobieren, die sich im Turm befinden. Der Stadtführer, Herr Brüggemeier, öffnete die Türen, die in den Turm führten, um der Klasse die Foltermethoden zu erklären. Dort befand sich ein Bild von einer Streckbank. Auch eine Drehplatte mit Stäben aus Holz gab es und man durfte diese ausprobieren. Herr Brüggemeier zeigte uns außerdem eine Öffnung im Boden, über die man in die Zelle kam (jemanden „einlochen“). Die Gefangenen bekamen oft tagelang weder Essen noch Trinken und verhungerten, wenn sie nicht von ihrer Familie versorgt wurden.

In der zweiten Etage des Turmes befand sich ein Holzmodell, welches den Angriff auf die Stadt Fritzlar darstellt, sowie eine etwas ungewöhnliche Methode der Fritzlarer Bevölkerung auf der Stadtmauer. Auf der darauffolgenden Etage bekamen wir eine Abbildung der früheren Stadt, der Stadtmauer und der strategischen Bauten gezeigt. Auf der letzten Etage sah man eine Statue von Bonifatius aus Gips und man hatte von dort aus einen sehr guten Ausblick auf die Stadt.

Dort erfuhren wir, dass das Jahr 724 als Gründungsdatum der Stadt aufgeschrieben worden war, sie aber wahrscheinlich schon viel früher existiert hat. Anschließend wurden wir in den Keller des Turmes geführt, dort gab es einen typischen mittelalterlichen Raum.

Zum Schluss wurden wir durch mittelalterliche Gassen zum Dom und zu sehr alten Fachwerkhäusern geführt, bis wir am Marktplatz angekommen waren. Auf dem Weg dorthin wurden uns Symbole und Blattgesichter gezeigt, die gegen Neid und Hass gewesen sein sollen. Auf dem Marktplatz sah man nochmal ein Neidgesicht und an der Tür mehrere alte Feuerschutzzeichen. Hier endete die Führung und die Schüler hatten noch ein bisschen freie Zeit, um die Stadt selbständig zu erkunden.

Insgesamt war es ein interessanter Ausflug.

Klara und Magdalena, 8d 

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