Berichte

Besuch von Theater Requisit

Am Freitag, dem 14.11.2025, hatten wir an unserer Schule im Rahmen der Suchtprävention Besuch vom Improvisationstheater Theater Requisit, das an vielen Schulen in Deutschland auftritt und für seine besondere Art der Präventionsarbeit bekannt ist. Bei uns stand vor allem das Motto „Erst Spaß gehabt – dann nachgedacht“ im Mittelpunkt, und genau so war auch der Ablauf gestaltet.

Zu Beginn führten die Mitglieder des Ensembles ein Improvisationstheaterstück für uns auf. Alles war spontan, ohne festen Text, und genau das machte es so spannend. Von Anfang an wurden wir Schülerinnen und Schüler mit einbezogen. Es ging zunächst gar nicht direkt um Sucht oder Prävention, sondern darum, dass wir gemeinsam Spaß haben, kreativ werden und offen miteinander umgehen. Wir haben zum Beispiel das Spiel „Freeze“ gespielt, bei dem immer wieder jemand eine Szene „einfrieren“ und übernehmen durfte. Dadurch entstanden viele lustige und auch überraschende Momente. Außerdem wurden Gefühle wie Liebe oder Wut in Doppelbesetzungen dargestellt, wodurch man gut sehen konnte, wie unterschiedlich Emotionen wirken können.

Schon bevor das Theaterstück startete, durften wir kleine Zettel mit Zitaten oder kurzen Sprüchen schreiben. Diese wurden später in einer Szene spontan von den Schauspielern eingebaut. Es war faszinierend zu sehen, wie die Darsteller völlig improvisiert aus einzelnen Wörtern ganze Geschichten entstehen lassen konnten.

Nach dem Theaterteil wurden wir in verschiedene Gruppen eingeteilt und sind mit jeweils ein bis zwei Mitgliedern von Theaterrequisit in verschiedene Klassenräume gegangen. Dort begann der ernstere Teil des Tages, denn nun erzählten uns die Schauspielerinnen und Schauspieler ihre persönlichen Geschichten. Alle, die bei dem Projekt mitarbeiten, waren früher selbst süchtig – egal, ob nach Alkohol, Drogen oder anderen Substanzen – und sind heute clean.

Es war sehr beeindruckend und berührend, wie offen sie mit uns darüber gesprochen haben. Sie erzählten, wie sie in die Sucht geraten sind, was die Auslöser waren, wie schwer der Weg heraus war und wie ihr Leben sich heute verändert hat. Viele von uns waren richtig still, weil man gemerkt hat, dass das alles echte Erfahrungen sind und nichts davon gespielt ist. Man konnte viel daraus mitnehmen, vor allem, wie schnell man in schwierige Situationen geraten kann, und wie wichtig es ist, rechtzeitig Hilfe zu holen.

Am Ende hatten wir auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, und viele haben diese Chance genutzt. Es war insgesamt ein sehr besonderer und aufschlussreicher Tag, der nicht nur spannend war, sondern uns auch zum Nachdenken gebracht hat. Das Konzept „Erst Spaß gehabt – dann nachgedacht“ hat für uns wirklich gut funktioniert, weil wir erst locker wurden und uns dann viel besser auf die ernsteren Themen einlassen konnten.

Anna Pfannschmidt & Mila Oeste (10e)

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Schulen musizieren in Hessen (Hornquartett, Flötenensemble)