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1. Präventionskurs „Sexualisierte Gewalt“

Durchschnittlich ein bis zwei Schülerinnen oder Schüler einer Schulklasse haben in Ihrem Leben schon einmal sexualisierte Gewalt erfahren oder erleben sie aktuell – so die Statistik. Doch was bedeutet sexualisierte Gewalt eigentlich genau? Was kann ich tun, wenn ich selbst von dieser Form der Gewalt betroffen bin? Was können Außenstehende tun, um Betroffenen zu helfen? Mit genau diesen Themen beschäftigten sich die Vorträge von Julia Falck, Bela Endtricht und Dr. Susanne Walter-Reineke auf dem 1. Präventionskurs “Sexualisierte Gewalt erkennen und verhindern” am 08. Mai 2026. 

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich im Anschluss auch mit ihren eigenen Grenzen und der Bedeutung von Grenzsetzung. „Sexualisierte Gewalt bezeichnet jegliche Form von Gewalt, physisch oder psychisch, bei der sexuelle Mittel genutzt werden, um Macht und Kontrolle dem wehrlosen Opfer gegenüber auszuüben. Dabei beginnt sexualisierte Gewalt nicht erst bei körperlichen Übergriffen. Auch verbale Belästigungen, unerwünschte Berührungen, das Verbreiten intimer Bilder oder grenzüberschreitende Kommentare gehören dazu. Aber ab wo beginnt sexualisierte Gewalt und was tue ich, wenn ich selber Opfer werde? Wir begegnen diesem Thema tagtäglich, denn es passiert nicht hinter verschlossenen Türen, sondern mitten unter uns. Während jeder und jede Opfer werden kann, kann auch jeder Täter sein – Alter, Geschlecht oder Aussehen spielen keine Rolle. 

Die Vorträge von Bela Endtricht, Julia Falck und Susanne Walter-Reineke machten auch das deutlich: Sexualisierte Gewalt kann überall stattfinden. Nicht nur im privaten Umfeld, auch in öffentlichen Räumen, auf sozialen Medien oder direkt in der Schule kann man Opfer werden. Doch es darf nicht erst beim Eingreifen anfangen, denn Prävention spielt eine entscheidende Rolle. Nur wenn offen über sexualisierte Gewalt gesprochen wird, können Grenzen respektiert, Betroffene geschützt und Taten verhindert werden. Denn Wegsehen hilft den Tätern. Nur Hinschauen und Handeln hilft den Betroffenen. Wir alle können und sollten dafür sorgen, dass unsere Schule ein sicherer Ort wird und bleibt.“

(Vivien Spivakov, Q2)

Wir danken ganz besonders Frau Dr. Walter-Reineke, Fachärztin für Pädiatrie und Leiterin des Kinderschutzes am Klinikum Kassel, für die Unterstützung dieser Fortbildung. 

(Bela Endtricht für das Präventionsteam der SV)

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