Berichte

Podiumsdiskussion

Sieben Jahre nach dem Mord an Walter Lübcke: SV veranstaltet Podiumsdiskussion zu extremistischer Gewalt

Am 02. Juni 2026 – dem siebten Jahrestag des Attentats auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke – lud die Schülervertretung zu einer Podiumsdiskussion ein. Rund um den Themenkomplex “Extremistische Gewalt” diskutierten geladene Politikerinnen und Politiker sowie eine Vertreterin der Zivilgesellschaft vor Schülerinnen und Schülern der Oberstufe.

Auf dem Podium vertraten Mitglieder der SPD (Daniel Bettermann), CDU (Jan Wilhelm Pohlmann), Bündnis 90/Die Grünen (Boris Mijatovic) und der Linken (Violetta Bock) ihre Positionen. Ergänzt wurde die Runde durch eine Vertreterin des Vereins Offen für Vielfalt (Ute Orgir), der sich aktiv gegen Diskriminierung und Ausgrenzung einsetzt. Die Moderation lag in den Händen der SV, die die Veranstaltung eigenverantwortlich konzipiert und vorbereitet hatte.

Im Zentrum der Diskussion standen die Fragen nach wirksamen Gegenmaßnahmen und gesellschaftlicher Verantwortung. Besonders die Frage nach präventiven Maßnahmen gegen Radikalisierung wurde ausgiebig erörtert: von frühzeitiger politischer Bildung über die Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen bis hin zu konsequenter Aufklärung. Die Teilnehmer waren sich parteiübergreifend einig, dass eine wehrhafte Demokratie einer kontinuierlichen gesellschaftlichen Auseinandersetzung bedarf.

Auch die Schülerinnen und Schüler brachten sich aktiv ein: In einer offenen Fragerunde stellten sie den Gästen kritische und persönliche Fragen. Das Thema Prävention blieb so auch im Nachgang der Veranstaltung ein lebhaftes Gesprächsthema.

Der Mord an Walter Lübcke am 02. Juni 2019 gilt als eines der erschütterndsten politisch motivierten Verbrechen der jüngeren deutschen Geschichte. Der Kasseler Regierungspräsident wurde auf seiner Terrasse von einem Rechtsextremisten erschossen. Die SV hat mit der Wahl dieses Datums bewusst ein Zeichen gesetzt: Erinnern bedeutet Verantwortung übernehmen.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion übergab Ute Orgir (Vorstand von Offen für Vielfalt e.V.) die bekannten Schilder der Initiative an die Schülevertretung und die Schulleitung. In den kommenden Tagen werden diese in den Klassenräumen unserer Schule angebracht. Das FG setzt damit ein klares Zeichen für Offenheit, Vielfalt und ein diskriminierungsfreies Miteinander.

Suche
Kategorien
Archiv
Termine