Am 23. September startete die Q3 zu ihrer Abschlussfahrt nach Italien – Ziel: Rom. Nach rund zwanzig Stunden im Reisebus erreichten wir die Ewige Stadt, begleitet von guter Stimmung, Gesprächen und italienischer Musik, die uns schon unterwegs auf das Reiseziel einstimmte. Während einige in der Nacht etwas Schlaf fanden, blieb bei den meisten die Aufregung und Vorfreude auf das, was uns erwartete, deutlich spürbar.
In Rom angekommen, hieß es zunächst warten: Der Fahrstuhl unseres kleinen Hotels fasste nur drei Personen gleichzeitig, sodass sich der Check-in etwas zog. Doch das tat der Stimmung keinen Abbruch und einige nutzten die Zeit, um erste Eindrücke zu sammeln oder sich ein Gelato zu gönnen.
Nach einer kurzen Erholungspause auf den Zimmern begann unser erster gemeinsamer Rundgang durch die Stadt. Vorbei am Kolosseum, dem Forum Romanum und weiteren historischen Sehenswürdigkeiten tauchten wir in die Geschichte Roms ein. Besonders das sonnige Wetter, das uns während der gesamten Woche begleitete, trug zu der guten Stimmung bei. Ob beim Erkunden der Stadt, beim gemeinsamen Essen oder einfach während der Busfahrten – das Gemeinschaftsgefühl war überall spürbar. Diese Reise war nicht nur ein kulturelles Erlebnis, sondern auch ein schöner Abschluss unserer gemeinsamen Schulzeit. Für viele war es die letzte Klassenfahrt – und sicherlich eine, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Nach einer erholsamen Nacht im Hotel starteten wir ausgeschlafen in unseren ersten Erkundungstag in Rom. In zwei Gruppen machten wir uns auf den Weg zum Goethehaus am Tiber. Der Spaziergang führte uns quer durch das historische Zentrum – vorbei an Basiliken, Palästen und Brunnen.
Erster Halt war die prächtige Santa Maria Maggiore, wo eine Sicherheitskontrolle eine Schere in unserem Gepäck entdeckte – sehr zur Belustigung aller. Die Basilika beeindruckte mit frühchristlicher Architektur und Mosaiken sowie dem zukünftigen Grab von Papst Franziskus. Weiter ging es zum Palazzo del Quirinale, dem Amtssitz des Präsidenten, mit herrlichem Blick über Rom, und zu den Quattro Fontane, den Brunnen, deren Figuren Tiber, Arno, Diana und Juno darstellen.
Am Trevi-Brunnen warfen wir traditionell Münzen über die Schulter, bevor wir an der Piazza di Spagna die berühmte, aber überraschend schlichte Spanische Treppe besuchten. Schließlich erreichten wir das Goethehaus, wo wir viel über Goethes Leben und Inspiration erfuhren.
Über die Via del Corso gelangten wir zum Petersdom und später zum Pantheon, bevor wir den Nachmittag frei gestalten konnten. Abends feierten wir Frau Reinemanns Geburtstag in Trastevere – bei Pizza, Pasta und Gelato. Der Tag endete mit fröhlichen Gesangs- und Tanzeinlagen vor dem beleuchteten Colosseum, da dort ein Saxophonist spielte. Dieser Abend wird uns allen wohl für immer im Gedächtnis bleiben.
Wegen des aktuellen Heiligen Jahres in Rom stand der Vatikan mit einem Besuch des Petersdoms nicht auf dem festen Programm der Reise. Trotzdem wollten es sich einige nicht nehmen lassen, diese besondere Kirche zu besichtigen. Während manche sogar nachmittags Erfolg hatten, ohne langes Anstehen hereinzukommen, machte sich eine Gruppe auch schon am Freitagmorgen auf den Weg, um den Petersdom bei Sonnenaufgang zu besuchen, was sowohl von außen als auch von innen eine spektakuläre Erfahrung für alle war.
Das offizielle Programm für den weiteren Verlauf des Tages sah einen Besuch in den Musei Capitolini vor, in denen wir die vielfältige Ausstellung, von antiken Skulpturen bis hin zu Kunstwerken aus mehreren Jahrhunderten reichend, besichtigten. Die Geschichte der Museen reicht schon ins 15. Jahrhundert zurück, als Papst Sixtus IV. dem römischen Volk Bronzestatuen schenkte. Eine der ausgestellten Bronzestatuen ist die Kapitolinische Wölfin, die uns allen schon vor Jahren im Lateinbuch begegnet ist. Im Laufe der Fahrt besuchten einige außerdem das Pantheon. Das runde Gebäude wurde ursprünglich zur Ehrung der römischen Götter gebaut, schon im 7. Jahrhundert aber in eine christliche Kirche umgewandelt. Es zeichnet sich besonders durch das beeindruckende große offene Oculus in der Decke aus.
Den Sonnenuntergang am Freitagabend verbrachte ein großer Teil der Gruppe auf der Terrazza del Pincio, von der man einen großartigen Blick über Rom hat. Es folgte ein lustiger und singender Rückweg zum Hotel.
Bei strahlendem Sonnenschein machte sich unsere Jahrgangsstufe am Samstagmorgen auf den Weg zum Kolosseum, dem wohl bekanntesten Wahrzeichen Roms. Schon von außen beeindruckte das gewaltige Bauwerk, doch der eigentliche Spaß begann, als unsere Lehrer spontan zu Tourguides wurden. Mit Mikrofon ausgestattet führten sie uns durch die Geschichte des Kolosseums und des Antiken Roms. Unser neuer Lieblingspodcast war geboren: „Mit Frau Reinemann und Herrn Steinfadt durch Rom“.
Anschließend erkundeten wir den Palatin und das Forum Romanum. Zwischen Ruinen, Säulen und alten Mauern bot sich uns ein faszinierender Blick in die Vergangenheit und vom Hügel aus ein wunderbarer Ausblick auf den Circus Maximus. Gefüllt wurde unser Lieblingspodcast auch mit zahlreichen eigenen Informationen von uns Schülern, wodurch wir viel über die Gebäude und das Leben der Römer lernen konnten. Für uns war es ein sehr interessanter und unterhaltsamer letzter Tag in Rom und wir haben den restlichen Tag und den letzten Abend in Rom sehr genossen.
Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen von Rom. Doch bevor es weiter nach Sorrent ging, besuchten wir noch die Katakomben. Die kühlen Gänge, einst Begräbnisstätten, waren beeindruckend und dank einer guten Führung durften wir viel Spannendes lernen. Nachdem zum Glück nicht „wieder“ jemand verlorenging, wie unser Führer sagte, und er uns dankenswerterweise den Ausgang gezeigt hatte, ging es für uns weiter mit der Busfahrt.
Die Busfahrt nach Sorrent verging bei guter Stimmung, gemeinsamen Spielen und einer wunderschönen Aussicht entlang der Küste wie im Flug. In Sorrent angekommen, konnten wir unsere Bungalows in einer gemütlichen Anlage beziehen mit traumhaftem Blick auf das Meer. Nach einem kurzen Großeinkauf kochten wir gemeinsam unser erstes Abendessen, genossen die warme Abendluft und ließen den Tag entspannt ausklingen. Ein perfekter Start in den nächsten Teil unserer Abschlussfahrt.
Am Montag, dem ersten richtigen Tag in der Region Kampanien, stand ein Ausflug zum Vesuv sowie zum archäologischen Pompeji an.
Morgens fuhren wir mit unserem Reisebus von Sorrent aus los und stiegen in Ercolano in einen kleineren Bus um, der uns letztlich auf den Vesuv, ungefähr 300 Meter unterhalb des Gipfels, brachte. Während wir auf der Busfahrt noch die grünen Berghänge bewundern konnten, wurde die Landschaft, je höher man war, immer mehr durch das Vulkangestein geprägt. Oben angekommen, konnten wir in Gruppen den weiteren Anstieg absolvieren und zunächst den Ausblick auf das Meer und Neapel genießen. An der Spitze angekommen, ließ sich in den tiefen
Krater des Vesuvs blicken und auch der Rauch von Schwefelschwaden war zu erkennen.
Nachmittags ging es letztlich weiter nach Pompeji. Beim Rundgang durch die antiken Straßen konnten wir die gut erhaltenen Häuser, Tempel, Gipsabdrücke und Mosaike bestaunen. Besonders war auch das Abendlicht, das kurz vor Sonnenuntergang das Gelände beleuchtete, sowie der Ausblick auf den Vesuv von der antiken Stadt aus.
Den letzten Tag durften wir individuell gestalten. Jeder durfte ihn so verbringen, wie er wollte. Viele von uns begannen den Morgen mit einem leckeren Frühstück, wahlweise mit Rührei, und starteten anschließend entspannt in den Tag. Danach machte sich jeder auf den Weg, um das Beste aus den letzten Stunden herauszuholen.
Gegen 11 Uhr zog es achtzehn von uns an den Strand, wo wir uns ein Volleyballnetz sicherten und voller Energie loslegten. Bei guter Musik und kleinen Pausen zum Sonnenbaden herrschte eine ausgelassene Stimmung.
Währenddessen schlenderten andere durchs Gelände, genossen die Atmosphäre oder entdeckten die Stadt. Am Nachmittag wurde es ruhiger. Die meisten zogen sich zurück, um zu duschen oder etwas zu essen, bevor wir uns am Abend alle mit dem gesamten Jahrgang und unseren Lehrkräften zu einer kleinen Abschlussrunde am Strand trafen. Gemeinsam ließen wir die vergangenen Tage Revue passieren und genossen den letzten Abend in vollen Zügen.
Die Rückfahrt verlief deutlich ruhiger als die Hinfahrt, was wohl daran lag, dass wir alle müde, aber glücklich und erfüllt von den Erlebnissen der vergangenen Tage waren. Am Donnerstagmorgen gegen 6:30 Uhr erreichten wir schließlich wieder unseren Startpunkt.
Damit endete eine wunderschöne Reise voller toller Erlebnisse, neuer Erfahrungen und unvergesslicher Momente.
Wir möchten uns insbesondere auch bei den Fridericianern für die finanzielle Unterstützung bedanken!
Von Pilar Rohpeter, Charlotte Kanne, Sophie Baumann, Mara Ranft und Theresa Siegl

