„Lässige Person, die sich für ein wichtiges Thema einsetzt.“ – Prof. Dr. Wilfried Sommer über den diesjährigen Preisträger
Der 35. Preisträger des „Glas der Vernunft” wurde am Donnerstag, dem 29.01.2026, bekanntgegeben – und die Quintessenz durfte dabei sein. Das „Glas der Vernunft” ist eine Auszeichnung, die seit 1990 von Bewohnern Kassels ermöglicht wird. Den Anlass gab damals die Öffnung der Grenze der DDR im Vorjahr. Der Preis wird seitdem an Persönlichkeiten übergeben, die sich besonders für Auflkärung, Vernunft, Toleranz gegenüber Andersdenkenden und die Überwindung ideologischer Schranken in unserer Gesellschaft einsetzen.
Die Quintessenz als Schülerzeitung war dieses Mal ein besonderer Gast, da sich der diesjährige Preisträger dem Generationenkonflikt und insbesondere den Anliegen junger Menschen widmet. Anwesend waren zudem Prof. Dr. Sommer, der Vorstand des Vereins, seine Stellvertreterin, Dr. Ute Urbon, die Geschäftsführung mit Frau Freia von Stockhausen sowie der Vorsitzende des Jugendgremiums Kassels, Jebril Daghfous.
Die diesjährige Auszeichnung und auch das Preisgeld im Wert von 20.000€, gestiftet durch Spenden von Mitbürgerinnen und Mitbürgern, geht an Professor Aladin El-Mafaalani: „[…] El-Mafaalani setzt sich seit Jahren für Kinder und Jugendliche ein. Er vertritt einen Konsens der Generationen […]“ (Prof. Dr. Wilfried Sommer). Er arbeitete lange als Lehrer sowie als Abteilungsleiter im Ministerium für Kinder, Familie und Integration in NRW und veröffentlichte mehrere Bestseller, die sich unter anderem mit Fragen der Gerechtigkeit gegenüber Jugendlichen befassen. Derzeit ist er als Hochschullehrer tätig. Der als gelassene Person beschriebene El-Mafaalani zeigt in seinen Werken sehr professionell und ohne zu moralisieren Probleme auf, legt Widersprüche offen und zeigt konkrete Lösungswege. Er erhebt seine Stimme für die Jugend und ihre Probleme, der es an einer Lobby in der Gesellschaft fehlt. Deswegen soll er am 27.09.2026 offiziell – natürlich mit Laudatio und Festrede – als Preisträger geehrt werden.
Wieso betrifft uns das als Schüler? Laut einer Umfrage der dpa geben 78 % der befragten Jugendlichen an, dass sie sich von der Politik in Deutschland nicht ernst genommen fühlen. El-Mafaalani betont unter anderem laut Sommer: Es braucht funktionelle Schulen, die ältere Generation muss auch auf die Langzeitkonsequenzen ihres Handels achten. Junge Leute müssen mehr Mitbestimmung erleben und es sollte ein neues Gleichgewicht zwischen Alt und Jung geben.
Es ist daher wichtig, Menschen, die sich wie El-Mafaalani für die junge Generation ohne Lobby einsetzen, Aufmerksamkeit zu schenken. Denn nur, wenn die Stimmen junger Menschen gehört und ernstgenommen werden, kann eine zukunftsfähige und gerechte Gesellschaft entstehen.
Wir bedanken uns bei der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Kasseler Bürgerpreises für die Einladung zur Pressekonferenz.
Leon Dauwalter (Quintessenz)
Bild v. l. n. r.: Dr. Ute Urbon, Samuel Weisbund, Alea Henning, Leon Dauwalter, Phillip Donath, Prof. Dr. Wilfried Sommer

