Gedenken zum vierten Jahrestag des Beginns der Vollinvasion in der Ukraine: Wie blicken unsere Schülerinnen und Schüler auf diesen Krieg?
Zum mittlerweile vierten Mal jährte sich am 24.02. der Beginn der vollumfänglichen Invasion der Streitkräfte der Russischen Föderation in der Ukraine; zum mittlerweile vierten Mal gedachte auch die Schulöffentlichkeit des Friedrichsgymnasiums dieses nicht nur für die Menschen in der Ukraine einschneidenden Ereignisses. Dieses Gedenken hat inzwischen eine Tradition am Friedrichsgymnasium, eine Tradition, die wir lieber nicht hätten, die aber auch in diesem Jahr gewissenhaft, sensibel und berührend gepflegt wurde.
„Wie wirkt sich der russische Angriffskrieg in der Ukraine auf Europa aus?“ Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a, unterstützt von Frau Römer, in der Vorbereitung der Gedenkstunde nach. Sie stellten fundierte, nachdenklich machende Antworten vor, lenkten den Blick auf unterschiedlichste Facetten des Angriffskriegs: Von den neoimperialen Zielen Russlands, die nicht nur die Ukraine – ein europäisches Land – bedrohen, sondern auch, wie die Schülerinnen und Schüler klar herausstellten, unseren freiheitlichen Lebensstil, wurde ein thematischer Bogen geschlagen zu hybriden Angriffen auf unsere kritische Infrastruktur bis hin zu der Kontroverse – oder Posse – um den Helm des ukrainischen Skeleton-Piloten Wladyslaw Heraskewytsch bei den diesjährigen Olympischen Winterspielen. Umsichtig führte dabei Emma Stahlberg durch die einzelnen Schwerpunkte der Gedenkstunde.
Eine besondere musikalische Rahmung trug beginnend mit der Europahymne die ukrainische Pianistin Anna Todorova bei: Nicht nur stellte sie vielfältige Beispiele aus der reichen – und uns meist kaum bekannten – musikalischen Tradition ihres Heimatlandes vor und interpretierte diese gefühlvoll am Flügel. Durch ihre kundigen und auch humorvollen Erklärungen zu den Musikstücken („Die meisten Ukrainischen Lieder haben irgendwie mit Blumen zu tun.“), verbunden mit Einblicken in ihre eigene Lebensgeschichte („Ich habe 2014 nicht nur meine Heimatstadt Donetsk verloren, sondern auch meine Jugendliebe auf der Krym.“), gab sie eine sehr persönliche Antwort auf die Leitfrage der Gedenkstunde nach den konkreten Auswirkungen des Krieges auf die Menschen und Ideen, die Europa ausmachen.
Dank für ihr Engagement gilt den Schülerinnen und Schülern der Klasse 8a und ihrer Geschichtslehrerin, Frau Römer, Frau Anna Todorova und dem Förderverein des Friedrichsgymnasiums, der einmal mehr besondere Momente im Schulleben möglich machte.
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